{"id":212,"date":"2025-11-13T12:35:34","date_gmt":"2025-11-13T10:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/blog\/fish-species\/zander\/"},"modified":"2026-05-22T16:10:40","modified_gmt":"2026-05-22T13:10:40","slug":"zander","status":"publish","type":"fish_species","link":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/fish-species\/zander\/","title":{"rendered":"Zander"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hei\u00dfe Sommer \u2013 ein Traum f\u00fcr jeden Zanderangler<\/h2>\n\n\n\n<p>In den seichtesten Zanderseen der Region Tampere beginnt die Saison f\u00fcr das Jigangeln Anfang Juni, in tieferen Gew\u00e4ssern wird sie Ende Juni er\u00f6ffnet. Dann hat der Zander abgelaicht, ist hungrig und begibt sich begierig auf Nahrungssuche. Ein Gummik\u00f6der beweist seine F\u00e4ngigkeit in der N\u00e4he der Laichuferzonen, in Sundgew\u00e4ssern und Untiefen mitten auf dem See. Beim Jigangeln gelten folgende Faustregeln: Gute Angelpl\u00e4tze f\u00fchren in der Regel ein paar Meter Wasser und wei\u00dfe und gelbe Twister sollten in der Grundausstattung jedes Anglers nicht fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchsommer stellt man dem Zander an Sunden mit starker Str\u00f6mung nach, indem man nachmittags vom treibenden Boot aus versucht, ihn mit Pilkern, Vertikal-Jigs und finnischen \u201eholkki\u201c-K\u00f6dern (schwere Pilker) in Bodenn\u00e4he an den Haken zu bekommen. Gute Fangpl\u00e4tze sind auch Tiefwasserl\u00f6cher oberhalb und unterhalb starker Sundstr\u00f6mungen, die man z. B. in den Flie\u00dfgew\u00e4ssern der Seen Ruovesi, Kulo-Rautavesi und Pyh\u00e4j\u00e4rvi findet. Im Sp\u00e4tsommer und im fr\u00fchen Herbst zahlt sich das Pilken in etwas tieferem Wasser von 5-10 Metern aus. An Str\u00f6mungen kann man beim Angeln auf Zander und Barsch sein Gl\u00fcck auch mit lebenden K\u00f6dern versuchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die beste Saison f\u00fcr Schleppangeln ist von Ende Juni bis August<\/h2>\n\n\n\n<p>Als wichtigste Angelmethode auf Zander kommt in der Region Tampere das Schleppangeln zum Einsatz. Dabei wird der K\u00f6der bei gem\u00e4chlicher Geschwindigkeit hinter einem fahrenden Boot (motor- oder muskelbetrieben) hergezogen. In der Fr\u00fchsaison bei\u00dft der Zander auf Wobbler in flachem Wasser. Bis Juli sind seichte Buchtgew\u00e4sser und Untiefen, wohin sich der Zander gerne zum Laichen zur\u00fcckzieht, viel versprechende Fischgr\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli geht der Zander allm\u00e4hlich wieder in offene Gew\u00e4sser, wo Kanten felsiger Untiefen, Randzonen tiefer Gew\u00e4sser und Wasseroberfl\u00e4chen \u00fcber gr\u00f6\u00dferen Vertiefungen dem Petrij\u00fcnger beutereiches Angeln versprechen, insbesondere, wenn das Wetter hei\u00df ist. Im Hochsommer ist der Zander abends zwischen 20-01 Uhr in gr\u00f6\u00dfter Bisslaune, h\u00e4ufig aber erst in der Nacht zwischen 1-3 Uhr. An manchen Tagen sind kapitale Exemplare beim Sonnenaufgang gegen 3-5 Uhr am aktivsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Abend sind schwere Pilker und Tauchparavane sehr f\u00e4ngig. Je sp\u00e4ter der Abend, desto weiter oben an der Wasseroberfl\u00e4che zeigen die Fische Bisslaune.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Zander betr\u00e4gt die g\u00e4ngige Fangtiefe den ganzen Sommer hindurch 2-6 Meter. Ein kapitaler Zander bei\u00dft h\u00e4ufig auch in gr\u00f6\u00dferen Tiefen an, wo sinkende Wobbler und \u201eruuttilitka\u201c, ein traditionelles finnisches Tiefenschleppsystem, recht wirkungsvolle K\u00f6der f\u00fcr Zander sind. Ein Litka besteht aus einer Hauptschnur, an der 3-6 schwere Pilker in Abst\u00e4nden von 3-5 Metern mit Vorf\u00e4chern befestigt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wunschwetter eines Zanderanglers sind hei\u00dfe sonnige oder bew\u00f6lkte Abende, an denen auch die Windverh\u00e4ltnisse gerade richtig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Seen setzt sich die beste Schleppsaison auf Zander bis Anfang August fort. Bleibt der Sp\u00e4tsommer hei\u00df, dann erstreckt sie sich bis Ende August. Im Herbst, wenn sich die Gew\u00e4sser allm\u00e4hlich abk\u00fchlen, strebt der Zander zu den tieferen Gew\u00e4ssern, wo die Fangchancen etwas schlechter sind. Dann ist es empfehlenswert, Zander in der Mittagszeit mit Tauchparavanen und Downdrigger sogar in 10-20 Metern Tiefe zu befischen. Einige Angler haben auf dem See Pyh\u00e4j\u00e4rvi, der zwischen den St\u00e4dten Tampere und Lemp\u00e4\u00e4l\u00e4 liegt, noch im Oktober betr\u00e4chtliche Exemplare erbeuten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sp\u00e4tsommer ist das Spinnangeln auf Zander mit L\u00f6ffelblinker eine interessante Fangmethode. Dabei verwendet man als K\u00f6der einen herk\u00f6mmlichen oder einen mit einem Schleppblei (Keel Sinker ) beschwerten L\u00f6ffel, den man an Untiefenkanten von 6-7 Metern Tiefe auswirft und mit einer f\u00fcr einen Jig typischen K\u00f6derf\u00fchrung \u00fcber dem Grund zeitweilig zuckend bewegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wobbler \u2013 die beliebtesten Zanderk\u00f6der<\/h2>\n\n\n\n<p>Die meistverwendeten K\u00f6der f\u00fcr Zander sind 9-13 cm lange Wobbler mit ausladender Schwimmbewegung und geeignete Farben gr\u00fcngelbrot, rotgold sowie Barschimitationen. Grelle Neonfarben sind besonders in tr\u00fcbem und dunklem Gew\u00e4sser sehr wirkungsvoll, in klareren Seen haben sich auch Wobbler mit blauem und violettem R\u00fcckenteil sowie fischfarbene schwarzwei\u00dfe Wobbler als f\u00e4ngig erwiesen. F\u00fcr kapitale Exemplare empfiehlt sich, gro\u00dfe, 13-18 cm lange Wobbler einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00fcblicher Beutezander wiegt 1 bis 4 Pfund. In den besten Zandergew\u00e4ssern stehen die Chancen auf einen 4- bis 10-Pf\u00fcnder recht gut. Auch Exemplare von mehr als 10 Pfund k\u00f6nnen in vielen Seen der Region erbeutet werden. Riesenzander von mehr als 20 Pfund sind dagegen eine Seltenheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zanderbest\u00e4nde steigen weiterhin an<\/h2>\n\n\n\n<p>In Finnland geh\u00f6ren die Seen der Region Tampere beim Zanderangeln zu den wichtigsten Gew\u00e4ssern. In den vergangenen Jahren haben die Seen Kulo-Rautavesi, L\u00e4ngelm\u00e4vesi, Pyh\u00e4j\u00e4rvi und Vanajavesi bei verschiedenen Angelwettbewerben auf kapitale Zander gro\u00dfe Erfolge gefeiert. Weitere gute Zandergew\u00e4sser der Region sind die Seen Kyr\u00f6sj\u00e4rvi, Ruovesi und der See N\u00e4sij\u00e4rvi n\u00f6rdlich von Tampere, der nach \u201elanger Abstinenz\u201c wieder seit Ende der 90er Jahre des 20. Jh. zum Adel der finnischen Zandergew\u00e4sser z\u00e4hlt. Man kann behaupten, dass der Zanderbestand in beinahe allen gro\u00dfen und vielen mittelgro\u00dfen Seen der Region heute gut bzw. ausgezeichnet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Ende der 90er Jahre des 20. Jh. lagen die Durchschnittstemperaturen vieler Sommer in Finnland \u00fcberdurchschnittlich hoch. Die hei\u00dfen Sommer 1997, 1999, 2001, 2002, 2003, 2006, 2010, 2011 und 2014 waren au\u00dfergew\u00f6hnlich warm, was die finnische Klimastatistik der vergangenen hundert Jahre beweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der allm\u00e4hliche Anstieg der Sommertemperaturen beg\u00fcnstigt und verst\u00e4rkt die Fischbest\u00e4nde der warmen Gew\u00e4sser. Davon profitieren vor allem Zander und Barsch. Im warmen Wasser w\u00e4chst der Nachwuchs schnell und entgeht den hungrigen M\u00e4ulern der Raubfische.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnlich hei\u00dfe, l\u00e4nger andauernde Periode hat man zuletzt Ende der 30er Jahre des 20. Jh. erlebt. Betagte Angler k\u00f6nnen sich noch gut an die Mengen von Bootszander erinnern, die man in den darauf folgenden Jahren landen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute findet man Zander, die das vorgegebene Mindestma\u00df erreicht haben, reichlich in den Seen der Region, und auch die Zanderbest\u00e4nde steigen wieder allm\u00e4hlich an. Das zeigen schon die gro\u00dfen Mengen Jungzander, die sich im Sommer 2005 in den Gew\u00e4ssern der Region tummelten. In den n\u00e4chsten Jahren werden Zanderbeuten in der Region sicherlich rekordverd\u00e4chtig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade heute stehen die Chancen auch auf fette Zanderbeuten gut. In den Sommern 2005-2009 konnte man beim Schleppangeln mehrere Exemplare von 10 bis 20 Pfund auf mehreren Seen der Region erbeuten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zander \u2013 der vielf\u00e4ltige Vielfra\u00df<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Zander bei\u00dft das ganze Jahr hindurch, w\u00e4chst aber nur bei Wassertemperaturen \u00fcber 10 Grad. In den Seen nimmt der Zander vielf\u00e4ltige Nahrung auf: in der Regel Barsche, Stinten, Rotaugen, Ukeleie und Kleine Mar\u00e4nen. Die kleinen Zander bevorzugen Stinten und Kleinbarsche. Als Raubfisch frisst der Zander gelegentlich auch seine Artgenossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allgemein stellen auch gr\u00f6\u00dfere Zander Beutefischen bis 10 cm Gr\u00f6\u00dfe nach, aber Exemplare von sogar 20 cm sind in den Zanderb\u00e4uchen gefunden worden. Einen Riesenzander kann man schon mit relativ kleinen K\u00f6dern fangen, besser ist es jedoch, etwas schwereres Ger\u00e4t einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Petris beste Jigtricks f\u00fcr den Str\u00f6mungszander<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Beim Angeln auf Zander soll das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung ber\u00fccksichtigt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Geeignete Ausr\u00fcstung: eine robuste, 180 cm lange Rute der Klasse eins ( Wurfgewicht 5-20g), eine geflochtene Schnur der St\u00e4rke 0,10 mm sowie ein ca. 4 Zoll Gummijig. Eine gute Grundfarbe ist ein helles \u201e\u00d6l\u201c mit gelbem Glitzer.<\/li>\n\n\n\n<li>Je nach Str\u00f6mung soll ein Gewicht von richtiger Gr\u00f6\u00dfe eingesetzt werden, damit der Jig in einer angemessenen Zeit absinkt. Mit dem Jig stets F\u00fchlung halten, da der Zander nur vorsichtig anbei\u00dft. Der Anschlag des Anglers muss genau im richtigen Moment erfolgen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die beste Bei\u00dflaune der Fische gibt es zwischen 16-19 Uhr. An hei\u00dfen Sommertagen beim S\u00fcd- oder S\u00fcdwestwind hei\u00dft es in den Flie\u00dfgew\u00e4ssern Petri Heil!<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Angelguide Petri Ristiniemi<\/p>\n","protected":false},"featured_media":405,"menu_order":1,"template":"","region":[],"species":[60],"class_list":["post-212","fish_species","type-fish_species","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","species-zander"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/fish_species\/212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/fish_species"}],"about":[{"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/fish_species"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=212"},{"taxonomy":"species","embeddable":true,"href":"https:\/\/zanderland.fi\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/species?post=212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}