Angeln kann man das ganze Jahr über. Der folgende Kalender informiert Sie über das Angeln der üblichen Fischarten zu den verschiedenen Jahreszeiten. Neben Raubfischen können auch Rotauge, Brasse und andere Rotaugenarten das ganze Jahr über geangelt werden; im Winter durch Eisangeln und wenn die Gewässer offen sind, auch durch Rutenangeln.

Frühjahr
Als Grundlage für die monatlichen Durchschnittstemperaturen sowie für die täglichen Extremwerte dient die Klimastatistik der Jahre 1971-2000 der Wetterstation Tampere-Pirkkala. Die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten stammen jeweils vom 15. Tag des Monats.
März
Typische Tagestemperatur: -5°C bis +5°C
Temperatur-Mittelwert: -2,8°C, max 14,4°C, min -29,1°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 6:41 Uhr, Sonnenuntergang 18:28 Uhr (15.03.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Eisangeln:
Barsch, Rotauge, Große Maräne, Hecht, Zander, 5-15 m
Im März fällt der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht am größten aus. Bei Sonnenaufgang kann noch Frost mit bis zu -25°C herrschen, während die Temperatur bis zum Nachmittag auf über Null ansteigt. Anfang März fällt der meiste Schnee, aber wenn die Sonne wärmt, wird die Schneedecke auf dem Eis schnell dünner.
Das Eis ist jetzt am stärksten. In harten Wintern beträgt die Eisdicke 60-80 cm. Die Frühjahrssonne lacht, und das Leben macht einfach Spaß. Jetzt ist die beste Eisangelsaison, denn die Aktivität der Barsche nimmt rasch zu. Die Beißlust der großen Barsche kann schon beim Sonnenaufgang gleich am frühen Morgen um sechs Uhr heftig sein.
April
Typische Tagestemperatur: 3°C bis 13°C
Temperatur-Mittelwert: 3,0°C, max 24,2°C, min -14,8°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 6:02 Uhr, Sonnenuntergang 20:49 Uhr (15.04.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Eisangeln:
Barsch, Rotauge, Große Maräne, Hecht, Zander, 5-15 m
Kalte Frostnächte kann es auch noch Anfang April geben. Wenn das Eis noch dick genug ist, kann man Anfang April auch noch gut auf Barsche und Felchen eisangeln. Beim Betreten des Eises sollte man jedoch stets sehr vorsichtig sein, denn auch das dicke Frühjahrseis kann jederzeit brechen.
Gegen Ende des Monats geht es mit dem Frühling schnell voran. Gleichzeitig wird die Eisdecke schnell dünner, und die Eisangelsaison geht zu Ende. Das Eis schmilzt auf den kleinen Seen ab Mitte April; auf den großen Seen gewöhnlich spätestens zum Monatswechsel April/Mai.
Mai
Typische Tagestemperatur: 10°C bis 20°C
Temperatur-Mittelwert: 9,5°C, max 28,4°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 4:35 Uhr, Sonnenuntergang 22:10 Uhr (15.05.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln):
Hecht 1-5 m
Zander 1-10 m (Jigging)
Barsch 1-5 m
Schleppangeln:
Hecht 1-5 m
Seeforelle, Süßwasser-lachs 1-5 m (Oberfläche)
Die Angelsaison auf den offenen Gewässern beginnt. Der Hecht hat zur Zeit der Eisschmelze gelaicht und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Je nach Temperatur liegt die beste Wurfangel-Saison auf den großen Hecht in flachen Gewässern zwischen der zweiten und vierten Maiwoche. Auch die Angelsaison auf Barsch und Zander beginnt. Die Wassertemperatur beträgt im Mai 5-15°C, und die Seeforelle und der Seelachs halten sich dann in der Nähe der Wasseroberfläche auf.
Sommer
Als Grundlage für die monatlichen Durchschnittstemperaturen sowie für die täglichen Extremwerte dient die Klimastatistik der Jahre 1971-2000 der Wetterstation Tampere-Pirkkala. Die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten stammen jeweils vom 15. Tag des Monats.
Juni
Typische Tagestemperatur: 15°C bis 25°C
Temperatur-Mittelwert: 14,4°C, max 31,7°C, (1971-2000)
Sonnenaufgang 3:42 Uhr, Sonnenuntergang 23:09 Uhr (15.06.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging Schleppangeln:
Hecht, Zander 1-8 m
Barsch 1-5 m
Schleppangeln:
Große Maräne (Micro-wobblern) 2-5 m
Seeforelle, Süßwasser-lachs 1-10 m
Angeln mit Haken und Leine:
Barsch, Rotauge, Brachse 1-5 m
Der Zander laicht in den großen Seen, und die Anglersaison kommt jetzt in den Wasserläufen, an den seichten Stellen der Seen und an deren Ufern so richtig in Schwung. Die Zeit der hellen Nächte ist eine gute Angelzeit.
Beim Wurfangeln auf den Hecht in relativ seichten Gewässern kann man weiterhin einen guten Fang machen; speziell an den Spitzen von Halbinseln, steinigen Ufern und flachen Stellen. Die Beißlust der Barsche nimmt weiter zu. Außerdem kann man Felchen mit Wobbler-Schleppangeln in Ufernähe fangen.
Juli
Typische Tagestemperatur: 20°C bis 27°C
Temperatur-Mittelwert: 16,6°C, max 32,2°C, (1971-2000)
Sonnenaufgang 4:14 Uhr, Sonnenuntergang 22:46 Uhr (15.07.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging, Schleppangeln:
Hecht 1-15 m
Zander 1-8 m
Barsch 1-5 m
Angeln mit Haken und Leine:
Barsch, Rotauge, Brachse 1-5 m
Die Gewässeroberfläche hat sich inzwischen auf über 20°C erwärmt, und die großen Hechte tauchen in tiefere Wasserschichten ab. Jetzt ist die Hochsaison für das Jigangeln und für Schleppangeln auf Zander. Das Hechtangeln lohnt sich besonders am frühen Morgen oder am späten Abend, und der Zander beißt auch noch um Mitternacht.
Riffe am Rand tiefer Gewässer sind die besten Stellen, um prächtige Hechte durch einen Wurf aus dem seichten Wasser zu schnappen. In der Nähe von Schwärmen mit kleinen Maränen oder Stinten beißt auch der Barsch an Untiefen oder über tieferen Stellen auf den Fliegenköder. Die Beißzeit fällt meistens morgens und abends am heftigsten aus.
August
Typische Tagestemperatur: 18°C bis 25°C
Temperatur-Mittelwert: 14,6°C, max 31,1°C, (1971-2000)
Sonnenaufgang 5:33 Uhr, Sonnenuntergang 21:24 Uhr (15.08.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging, Schleppangeln:
Hecht 5-15 m
Zander 5-10 m
Barsch 2-10 m
Angeln mit Haken und Leine:
Barsch, Rotauge, Brachse 1-10 m
Ende August, wenn sich die Gewässeroberfläche allmählich abkühlt, geht die beste Schleppangelsaison für den Zander langsam zu Ende, aber mit dem Jig kann man den Zander weiterhin gut fangen. Außerdem beginnt jetzt die beste Wurfangelsaison auf den großen Barsch.
Wasserläufen mit Strömungen und die Ränder von Riffen und Untiefen sind gute Stellen für Barsche. Kleinere Hechte findet man oft in Ufernähe, und die großen Hechte schwimmen in den tieferen und mittleren Wasserschichten.
Herbst
Als Grundlage für die monatlichen Durchschnittstemperaturen sowie für die täglichen Extremwerte dient die Klimastatistik der Jahre 1971-2000 der Wetterstation Tampere-Pirkkala. Die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten stammen jeweils vom 15. Tag des Monats.
September
Typische Tagestemperatur: 10°C bis 20°C
Temperatur-Mittelwert: 9,4°C, max 24,8°C, (1971-2000)
Sonnenaufgang 6:52 Uhr, Sonnenuntergang 19:46 Uhr (15.09.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging, Schleppangeln:
Hecht 5-15 m
Zander 5-10 m
Barsch 2-15 m
Angeln mit Haken und Leine:
Barsch, Rotauge, Brachse
1-10 m
Es ist immer noch Jigangelzeit auf den Zander. Ende September beginnt die Herbstsaison für das Schleppangeln auf den Hecht. Die großen Hechte halten sich weiterhin in ziemlich tiefen Gewässern auf. Beim Wurfangeln sind Jigs gut für den Hecht geeignet.
Auch die Wurfangelsaison auf den Barsch geht weiter. Die Möwen, die sich bei den Stintschwärmen in der Nähe von offenen Untiefen aufhalten, verraten sichere Barschstellen. An den Stromschnellen beginnt am 11.09. die Herbstschonzeit.
Oktober
Typische Tagestemperatur: 5°C bis 10°C
Temperatur-Mittelwert: 4,7°C, max 17,5°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 8:09 Uhr, Sonnenuntergang 18:11 Uhr (15.10.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging, vertikale Jigangeln:
Hecht 1-15 m
Zander 8-15 m
Barsch 5-15 m
Schleppangeln:
Hecht, Seeforelle, Süßwasser-lachs
1-10 m
In einigen Seen schwimmt der große Hecht in die Untiefen und damit in Reichweite der Wurfangler. In vielen Seen halten sich die großen Hechte jedoch in tieferen Wasserschichten auf. Das Jigangeln mit senkrecht aufgestellter Rute ist eine gute Fangmethode für Hecht und Zander. Auch die Lachsfische kommen jetzt an die Oberfläche.
November
Typische Tagestemperatur: -5°C bis +5°C
Temperatur-Mittelwert: -1,0°C, max 10,4°C, min -21,7°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 8:34 Uhr, Sonnenuntergang 15:45 Uhr (15.11.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen (Seen):
Spinnangeln (Wurfangeln), Jigging, vertikale Jigangeln:
Hecht 1-15 m
Zander 8-15 m
Barsch 5-15 m
Schleppangeln:
Hecht 1-10 m
Seeforelle, Süßwasser-lachs 1-5 m
Die Gewässertemperatur beträgt nur noch wenige Grad, und das ruhige vertikale Jigangeln eignet sich dann gut für Hecht und Zander. Die Lachsfische, die man sowohl auf offenen Seeflächen als auch in Ufernähe antrifft, beißen an der Oberfläche auf den Wobbler, den Löffelblinker und den Drilling.
Gegen Monatsende frieren die kleinen Seen meistens zu, und oft kann man schon bald die ersten Eislöcher bohren (am 30.11.2011 waren die Seen aber diesmal noch offen!). An den Stromschnellen endet die Herbstschonzeit am 15.11.; am 16.11. beginnt also wieder die Angelzeit.
Winter
Als Grundlage für die monatlichen Durchschnittstemperaturen sowie für die täglichen Extremwerte dient die Klimastatistik der Jahre 1971-2000 der Wetterstation Tampere-Pirkkala. Die Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten stammen jeweils vom 15. Tag des Monats.
Dezember
Typische Tagestemperatur: -10°C bis +2°C
Temperatur-Mittelwert: -4,6°C, max 7,6°C, min -33,0°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 9:38 Uhr, Sonnenuntergang 15:03 Uhr (15.12.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen:
Eisangeln:
Barsch, Rotauge, Hecht, Zander
2-15 m
Schleppangeln:
Seeforelle, Süßwasser-lachs
1-5 m (Oberfläche)
Wenn der Herbst mild endet, dauert die Saison auf den großen Seen noch für einige Wochen an, und die Schleppangler fangen sich weiter Lachsfische von der Oberfläche. Ende Dezember frieren die Seen jedoch allmählich zu – wobei der See Näsijärvi auch erst im Januar zufrieren kann.
Nun beginnt wieder die Eisangel-Saison auf den Barsch. Zum Saisonbeginn liegt noch nicht so viel Schnee auf dem Eis, und der Barschfang kann mit etwas Glück und Geschick sehr reichlich ausfallen. Beim Eislochangeln lassen sich quasi nebenbei auch einige andere Fischarten fangen.
Januar
Typische Tagestemperatur: -15°C bis 0°C
Temperatur-Mittelwert: -6,7°C, max 7,6°C min -35,8°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 9:26 Uhr, Sonnenuntergang 15:43 Uhr (15.01.)

Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen:
Eisangeln:
Barsch, Rotauge 2-6 m, Quappe 1-3 m.
Der Januar ist für die Angler vielleicht der ruhigste Monat des Jahres. Es kann Frost mit Temperaturen von unter -20°C herrschen, und man hat mit 6-7 Stunden nur wenig Tageslicht. Der Fisch beißt meistens lustlos, und die kurze Beißzeit konzentriert sich auf mittags, wenn es am hellsten ist.
Das Eisangeln auf die Quappe beginnt ab Mitte Januar. Die Quappe wird während der Dämmerung und Dunkelheit in den bekannten Laichgebieten mit einer speziellen Quappen-Eisangel aus 1-3 Metern Tiefe gefangen.
Februar
Typische Tagestemperatur: -15°C bis 0°C
Temperatur-Mittelwert: -7,0°C, max 9,4°C, min -31,2°C (1971-2000)
Sonnenaufgang 8:11 Uhr, Sonnenuntergang 17:09 Uhr (15.02.)
Typische Fangmethoden, -Fische und Fangtiefen:
Eisangeln:
Barsch, Rotauge 2-6 m, Quappe 1-3 m.
Im Februar werden die Tage rasch länger, und tagsüber wärmt die Sonne schon recht angenehm. Das Eis kann schon bis zu einem halben Meter stark sein und ist gewöhnlich mit einer 20-30 cm dicken Schneedecke bedeckt. Schon der Weg in die Fischfanggebiete ist dann der reinste Fitness-Sport, aber er lohnt sich, denn jetzt beginnt die beste Saison für das Eisrutenangeln mit Balance-Jigs auf den großen Barsch.
Offene Stellen, Rissen, Spalten und schneefreie Gebiete sind die besten Stellen, an denen ein guter Fang möglich ist, wenn man die richtige Wassertiefe wählt. Zusätzlich kann man auch Quappen mit der Eisangel fangen.

